Auf der Suche nach seiner verschwundenen Schwester durchforstet Clay die unheimlichen Wälder rings um den legendären Crystal Lake. Verrottende Ferienhütten sind jedoch nicht das Einzige, was ihn hinter den moosbedeckten Bäumen erwartet. Gegen den warnenden Rat von Anwohnern und der Polizei folgt Clay den Spuren seiner Schwester und wird dabei von der College-Studentin Jenna unterstützt, die mit ihren Freunden ein Party-Wochenende am See verbringt. Doch auf sie alle wartet eine böse Überraschung - schließlich sind sie in das Reich der furchtbarsten Schreckgestalt der Filmgeschichte eingedrungen, in das Reich des berüchtigten Killers, der mit seiner rasiermesserscharfen Machete den Crystal Lake heimsucht … Jason Voorhees.
29 Jahre nachdem sich Jason Voorhees (bzw. seine Mutter) das erste Mal über die Leinwand schnetzelte präsentiert uns Regisseur Marcus Nispel in Zusammenarbeit mit Michael Bay seine Interpretation des mordenden Psychopathen mit der Eishockeymaske und der Machete. Nispel, der sich unter anderem auch für das Remake von Michael Bay’s Texas Chainsaw Massacre verantwortlich zeichnet, ist hier ein weitere Mal bemüht, die Horror-Klassiker von damals der MTV-Generation von heute schmackhaft zu machen. Auch wenn die Slasher-Filme rund um Jason Voorhees nie durch eine besonders durchdachte Handlung oder einfallsreiche Dialoge zu glänzen wussten, im Horror-Genre spielten die Filme schon immer ganz vorne mit. Im Grunde hat sich Regisseur Nispel hier kein wirklich schweres Projekt herausgesucht. Anstatt dann aber mit Eifer und Energie an das Thema heranzugehen, präsentiert uns Nispel - wohl in dem Wissen, dass es die Fans schon schlucken werden - ein relativ langweiliges Teenie-Horror-Märchen von der Stange. Die Lustlosigkeit, mit der da Regisseur und die Akteure agieren, grenzt beinahe schon an Arbeitsverweigerung. Es gehört meines Erachtens eine gewissen Unverfrorenheit dazu, Jason Voorhees als 08/15-Psychokiller Jagd auf eine klischeehafte Gruppe von (meistens nackten und/oder kopulierenden) Teenagern machen zu lassen. Spannung, Grusel und auch Horror erschöpfen sich in bedrohlicher Musik, einem plötzlich auftauchenden Psychomörder, dem Geschrei der Jungdarsteller sowie der wackelnden Handkamera. Man muss wohl wirklich Hardcore-Fan sein, um damit vor den Bildschirm gefesselt zu werden. Die Tatsache, dass die Oben-ohne-Wasserski-Einlage einer Darstellerin nach dem Film eher im Gedächtnis bleibt als bspw. der Moment, in dem Jason seine Eishockeymaske findet und zum ersten Mal überzieht, spricht dabei Bände…
Freitag, der 13. ist ein schwacher Teenie-Horror-Streifen, der ganz auf die MTV-Generation zugeschnitten ist. Schrill, schnell und doof. Mit den legendären ersten Teilen hat dieser Versuch eines Remakes so gar nichts gemein. Hardcore-Fans von Jason mag es egal sein, alle anderen können sich diesen Film getrost sparen.





Nun aber noch ein paar Worte noch zur Blu-ray Disc. Am 30. Juli erscheint der Film bei uns im Handel, neben der blauen Version (Amazon-Link) wird es selbstverständlich auch eine DVD-Fassung (Amazon-Link) geben. Das Bildformat ist 2,40:1, der Ton liegt u.a. in den Formaten Deutsch (Dolby Digital 5.1) und Englisch (Dolby True HD 5.1) vor. Qualitätsmäßig überzeugen sowohl Bild als auch Ton. Das Bild überzeugt, auch wenn man keine Referenz-HD-Qualität erwarten sollte. Der Ton ist solide, es fehlt jedoch ein wenig an Volumen. Es täte der Stimmung durchaus gut, wenn sich der Sound etwas bedrohlicher ausbreiten würde. So fehlt es den Attacken des psychopathischen Mörders oftmals an soundgewaltiger Unterstützung.
Blu-ray Wertung
Bildqualität 




Tonqualität 




Neben dem Hauptfilm finden sich auf der Blu-ray Disc noch einige Extras. Laut Pressemeldung sind die Ausstattungen von Blu-ray Disc und DVD wohl identisch: Die Wiedergeburt von Jason Voorhees (Making Of des neuen Psychokillers), Hinten hacken / Vorne schlitzen (Ein Einblick in das Horror-Franchise von Freitag, der 13.) und Alternative Szenen.
Deutsche Horror-Fans müssen sich vorerst übrigens mit der bereits im Kino gezeigten Fassung (97 Minuten Laufzeit) begnügen. In den USA ist darüber hinaus noch ein “Killer-Cut” erschienen, der rund 10 Minuten mehr Film bietet. Neben einigen erweiterten Handlungssträngen bieten die zusätzlichen Filmminuten hauptsächlich erweiterte Sex- und Gewaltszenen.